Seit 2009 vergibt die Fifa den nach einem ungarischen Stürmer benannten Puskas-Preis und ehrt damit die schönsten Tore der jeweils vergangenen Saison. Zu den prominenten Siegern gehören etwa Cristiano Ronaldo, Neymar oder Zlatan Ibrahimovic. Doch den milliardenschweren Fussball-Weltverband interessiert dabei nur, was bei den Profis vor sich geht. Dabei gelingen auch den Amateuren abseits der grossen Stadien immer wieder sehenswerte Treffer. Hier kommt Veo ins Spiel.
Der dänische Kamerahersteller bietet einfache Lösungen, um auch im Breitensport alle Partien zwecks Livestream oder Videoanalyse aufzuzeichnen. So werden auch die Leistungen der Freizeitkickerinnen und -kicker besser sichtbar. Aus all den Aufnahmen kürt Veo das «Tor des Jahres» und vergibt – angelehnt ans Original – den People’s Puskas Award.
Wer gewinnt, entscheidet die Öffentlichkeit über die derzeit laufende Online-Abstimmung. Nach eigenen Angaben hat Veo im Jahr 2025 über zehn Millionen Tore aufgenommen. Tausende wurden eingereicht, und eine Jury hat die hundert schönsten nominiert.
Ein gelungenes Comeback
Darunter ist auch jenes von Yannick Schlatter. Der gebürtige Schaffhauser wohnt in Berg am Irchel und kickt seit dieser Saison für den in der 3. Liga aktiven FC Niederweningen. Der Wechsel vom FC Diessenhofen in die westlichste Gemeinde des Kantons Zürich habe mehrere Gründe gehabt. «Einerseits kam ich von einem Kreuzbandriss zurück und wollte sportlich nochmals eine neue Herausforderung annehmen», sagt der Flügelstürmer. «Andererseits waren für mich auch ein neues Gebiet und der Umstand ausschlaggebend, dass Kollegen von mir bereits in Niederweningen gespielt haben.» Der etwas längere Anfahrtsweg sei für ihn deshalb kein Hindernis.
Im Trikot des Tabellenführers der Gruppe 4 (der FC Ellikon/Marthalen und Cholfirst United spielen in der Gruppe 5) traf Yannick Schlatter Ende Oktober auswärts auf den FC Seuzach. Nach etwa 70 Minuten wurde der 23-Jährige am gegnerischen Strafraumrand per Flanke angespielt, liess zwei Gegenspieler stehen und schlenzt den Ball ins weite Eck. Es war einer von zwei persönlichen Treffern an diesem Tag. «Ironischerweise habe ich mir genau auf diesem Platz vor rund zwei Jahren das Kreuzband gerissen», sagt er. «Durch diese Vorgeschichte war der Treffer für mich besonders emotional.»
Schon deutlich über 1000 Stimmen
Grundsätzlich senden Clubs und ihre Mitglieder die aussichtsreichen Tore aktiv für den People’s Puskas Award ein. In Yannick Schlatters Fall kam Veo jedoch direkt auf ihn zu, schlug den Treffer vor und stiess damit den Prozess an.
In einer ersten Runde werden nun die acht Tore gesucht, die es in den Final schaffen. Der Weinländer lag am Donnerstagvormittag mit rund 1300 Stimmen auf Rang 22 von 100. Seine Konkurrenz trägt zum Beispiel Namen wie Lucja Wyrwantowicz, Marko Starcevic oder Emma Varbanov und spielt für Teams wie England Blind Women’s Squad, Joondalup City FC (Australien) oder West Coast FC (USA). Bei der letzten Konsultierung der Rangliste am besten unterwegs war jedoch David García von der Selección Navarra in Spanien mit über 5700 Stimmen.
Die Abstimmung endet in rund 20 Tagen. Auf der Website des People’s Puskas Award können pro Tag drei Stimmen abgegeben werden – maximal eine pro Treffer. Eine Registrierung ist dafür nicht erforderlich. Zudem sind sämtliche Traumtore mit dem entsprechenden Video verlinkt. Ein Genuss für Fussballbegeisterte.
Sein Tor geht um die Welt