Grosse Souvenirs an die auslaufende Schulzeit

Ossingen - 18 Burschen und ein Mädchen verlassen bald die Sekundarschule. Ihre zum Teil riesigen Abschlussprojekte werden sie noch lange an die Schulzeit erinnern. Am Montag war die Ausstellung.

Silvia Müller (sm) Publiziert: 08. Mai 2026
Lesezeit: 2 min

Auf solche Ideen muss man zuerst mal kommen: eine Heckschaufel für den Traktor zu bauen oder ein tonnenschweres Frontgewicht dafür aus Beton zu giessen. Angst vor gigantischen Ausmassen und Gewichten hatte dieser Abschlussjahrgang jedenfalls nicht. Im und ums Schulhaus Orenberg gabs viele Produkte zu sehen, die bestimmt nicht in einer Rumpelkammer vergessen gehen werden – schon deshalb, weil sie dort nicht reinpassen würden.

Aber auch, weil sie von hohem Gebrauchswert und zudem noch sehr ästhetisch geraten sind: Die edlen Epoxidtische, der Gamingtisch, das «Sim-Rig» aus Aluprofilen und Technikkomponenten (siehe Foto), die Lounge-Möbel-Sets, die Skis, das neue Töffli, der Koffer für Gitarreneffekt-Geräte und der Kücheneinbau im VW-Bus verheissen viele schöne Stunden in einer Zukunft, die am Ende der obligatorischen Schulzeit noch wie eine Abenteurer-Landkarte mit etlichen weissen Flächen daliegt. 

Wobei die Jugendlichen durchaus  auch klare Absichten haben: So hat der zukünftige Landschaftsgärtner seine zwei Monate Projektarbeit für ein wunderschönes und botanisch detailliertes Herbarium verwendet, das ihm bald auch in der Lehre nützlich sein werde. Sein Nachschlagewerk nimmt vergleichsweise wenig Platz ein, ebenso wie ein am Montag ebenfalls präsentiertes Buch, eine Software, ein Erlebnis- und ein Reisebericht und das Kochbuch mit je einem Dessertrezept aus allen Schweizer Kantonen. 

Klasse ist eine statistische Rarität

Richtig gross ist wiederum die einem VW-Bus nachempfundene Gartenlounge des einzigen Mädchens dieses Jahrgangs – der Platz darin reicht aus, um zu übernachten. Mit Freundinnen aus der eigenen Schulklasse kann sie das halt nicht: Seit dem Kindergarten sei sie mehr oder weniger immer das einzige Mädchen des Jahrgangs gewesen. «Das tönt jetzt aber viel schlimmer, als es war», sagt sie und lacht. Zwischendurch seien schon mal einzelne Mädchen eingetreten, aber die seien jeweils schnell wieder weggezogen oder hätten an die Kanti gewechselt. 

Sie jedenfalls blieb bis zum Schluss in der statistisch höchst ungewöhnlich zusammengesetzten Klasse. Vom dadurch erarbeiteten Know-how wird sie ziemlich sicher auch in der Lehre als Metallbaukonstrukteurin noch profitieren können.