Kantonsrat Paul Mayer tritt zurück

Andelfingen - Am gestrigen Montag gab Paul Mayer (SVP) seinen Rücktritt aus dem Kantonsrat bekannt. Er wird sich zukünftig wieder mehr seiner Firma widmen.

Christina Schaffner (cs) Publiziert: 19. Mai 2026
Lesezeit: 2 min

Paul Mayer reichte gestern Morgen in Zürich seinen vorzeitigen Rücktritt aus dem Kantonsrat per 31. Juli ein. Dieser sei bewilligt worden, teilte er an einer Pressekonferenz im Schloss Andelfingen mit – vorbehaltlich der Zustimmung der Justizkommission.

«Die Arbeit im Kantonsrat hat mir immer Freude gemacht», sagte er. Dass er deswegen zu wenig in seiner Firma anwesend gewesen sei, habe dort wirtschaftliche Spuren hinterlassen. «In Zukunft werde ich mich intensiv meinem Betrieb widmen.»

Keine Sitzung verpasst

Paul Mayer, der seit dem 6. Mai 2019 Kantonsrat ist, verpasste in seiner Amtszeit keine einzige Sitzung. Eine Leistung, die Stefan Stutz, Präsident der SVP Bezirk Andelfingen, besonders hervorhob. «Das ist alles andere als selbstverständlich und zeugt von seinem Pflichtbewusstsein.» Er habe sich konsequent für die Region eingesetzt. Zudem sammelte er zusammen mit Kantonsrat Stefan Schmid (FDP) fast im Alleingang die 6670 Unterschriften für die Prämienschockinitiative, über die am 14. Juni abgestimmt wird. Paul Mayer rechnet mit einem knappen Ergebnis, hofft aber auf ein positives Resultat.

Die Nachfolge von Paul Mayer tritt ab dem 17. August Matthias Stutz an, Gemeindepräsident von Marthalen und Vorstandsmitglied der SVP Bezirk Andelfingen. Dies, weil die auf Platz zwei geführte Andrina Trachsel in den Kanton Schaffhausen gezogen ist.

Matthias Stutz freut sich auf die neue Aufgabe. Er stehe hinter den Anliegen der SVP und wolle sich für die Stärkung der KMU einsetzen. Auch die Energiepolitik möchte er sachlich und nicht ideologisch behandeln, die Energieträger nicht gegeneinander ausspielen.

Präsident Stefan Stutz warf zudem einen Blick auf die Kantonsratswahlen 2027. Für die SVP sei das Ziel, wieder zwei der vier Bezirks-Sitze zu besetzen. Als stärkster Partei der Region stünde ihr dies bei einem Wähleranteil von 37 Prozent nach der letzten Wahl zu. Die SVP verlor den Sitz, da der zweite gewählte SVP-Vertreter, Konrad Langhard, 2023 aus der SVP austrat und zur Partei «Die Mitte» wechselte.