Im Asperhof werden derzeit keine Gäste mehr begrüsst.
Am Sonntag war Ustrinkete in der Schürlibeiz. Seit Montag ist das Lokal «dauerhaft geschlossen», heisst es auf der Website www.asperhof.ch. Und dass es Neuigkeiten gebe: Ab dem 30. Oktober übernimmt das Pächterpaar Monika und Amir Albakhtiary-Rentzsch das Vinum der Domaine Egloff im Fahrhof in Neunforn.
Die beiden Lokale befinden sich in Sichtdistanz. «Von der Gartenbeiz aus bietet sich ein schöner Blick nach Niederneunforn», schrieb die «Sonntagszeitung» Mitte Juni 2000 im Beitrag «Bauern verkaufen die Romantik» über die Schürlibeiz. Das war zwei Jahre, nachdem Albert Schmid und seine Partnerin nach zähem Ringen die Bewilligung erhalten hatten, einen Teil ihrer Scheune in ein Restaurant umzugestalten.
Kurzfristig passiert nichts
Das Kulturland hatte die Familie Schälchli aus Altikon gepachtet. Später konnte Matthias Schälchli den ganzen Hof käuflich erwerben. Er bestätigt, dass die langjährige Wirtin – Monika Albakhtiary-Rentzsch ist seit 2013 auf dem Asperhof – gekündigt hat. Wie «dauerhaft» das Lokal geschlossen bleibt, weiss er hingegen nicht. Kurzfristig passiere dort aber sicher nichts, sagt er. Die Zukunft sei offen.
Klar ist, dass die Pächterin Luftlinie 1000 Meter nördlich davon ein neues Kapitel auftun wird; zu Fuss, mit dem Velo oder dem Auto über die Brücken Gütighausen oder Altikon ist es etwas weiter.
Nadine Egloff vom Weingut Domaine Egloff war noch in der Lehre, als der Elliker Christian «Streuli» Wenger einen Teil des Wiesenbords beim elterlichen Weingut im Vogelsang terrassierte und diesem im Jahr 2003 zu einer Besenbeiz verhalf. Viele Jahre gab danach ihr Vater Peter den Gastgeber. Nadine Egloff spricht von einer Zwischenvariante zwischen Besenbeiz und einer Location für Events und Seminare.
Für Egloffs ein Glücksfall
Der Gelegenheitsgastrobetrieb war jeweils freitags bis sonntags offen. Jetzt, nach der gelungenen Renovation mit verbindenden Elementen von Alt und Neu, könnte es allenfalls Anpassungen geben, stellt sie in Aussicht. Auf jeden Fall sei sie «extrem happy» über das Türchen, das sich mit den neuen Pächtern zufällig aufgetan habe. Nadine Egloff spricht von einem Glücksfall für beide Seiten.
Sie und ihr Partner Philipp Waelti haben einen gewissen Eigenbedarf, ihre Weine in schöner Umgebung präsentieren zu können. Ihnen fehlt aber die Zeit, neben dem Weingut mit Eigenkelterung, der Familie und externer Arbeit im Pflegebereich dauerhaft ein Lokal betreiben zu können. Mit der ehemaligen Schürlibeiz-Crew könnten sie diese Bereiche vereinen. Die Vorfreude ist gross, und Nadine Egloff blickt dem gemeinsamen Projekt mit viel Zuversicht und Begeisterung entgegen. Sie ist überzeugt, dass sich die gemeinsamen Vorstellungen und Erwartungen gut zusammenbringen lassen und daraus etwas Schönes entstehen wird. Entsprechend positiv schauen sie auf die kommende Zeit.
In Thalheim bleiben als Gastwirtschaften das Restaurant Bahnhof und die «Winkelstube».
War es das mit der Schürlibeiz?